Der Himmel wird warten

Regie: Marie-Castille Mention-Schaar
Frankreich 2017 • FSK: ab 12 Jahren • 105 min
Do23.03. Fr24.03. Sa25.03. So26.03. Mo27.03. Di28.03. Mi29.03.
18:15
18:45
21:00

Der neue Film von Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar (»Die Schüler der Madame Anne«) zeichnet mit Feingefühl und Authentizität ein Generationenporträt, greift ein hochaktuelles Thema auf und lädt zu Diskussionen und Reflexionen ein:

Sylvie lebt allein mit ihrer Tochter Mélanie. Sie verbringen viel Zeit mit- und haben keine Geheimnisse voreinander. Dann begegnet Mélanie im Internet einem Jungen, der ihr regelmäßig zu schreiben beginnt und sie schließlich fragt, wie sie es mit der Religion hält. Eines Tages ist Mélanie verschwunden und Sylvie auf halbem Weg nach Syrien, um sie zu suchen.

Catherine und Samir sind die stolzen Eltern der 17-jährigen Sonia - eine kleine, glückliche Familie. Doch eines Nachts wird Sonia von der Polizei plötzlich unter Arrest gestellt, weil sie sich dem Dschihad angeschlossen haben soll. Catherine ist fassungs- aber nicht hoffnungslos...

"»Der Himmel wird warten« von Marie-Castille Mention-Schaar erzählt auf sensible Art ein hochaktuelles Thema. Sonia und Mélanie, überzeugend dargestellt von Noémie Merlant und Naomi Amarger, sind sehr unterschiedlich und doch vereint in ihrer Sehnsucht nach einem Halt, den beide im Leben vermissen. Dabei werden die Probleme der Teenager vom Film nicht heruntergespielt, der Film nimmt seine Figuren ernst und urteilt nicht. Auch nicht über die Eltern, die in ihrer ganzen Hilflosigkeit und Ohnmacht gezeigt werden und sich immer wieder die Frage stellen, was man hätte tun können, um die Katastrophe zu verhindern. Der Film moralisiert nicht, gibt keine Lösung vor, lädt aber zu Diskussionen und Reflexionen ein. Auf geschickte Weise verknüpft Marie-Castille Mention-Schaar die Geschichte einer fortschreitenden Verführung mit dem Weg zurück in die Realität und dem Begreifen der Wahrheit. Durch das Erzählen verschiedener "Stadien" einer religiösen Radikalisierung erhält die Geschichte eine spannende dramaturgische Klammer, an deren Ende sowohl ein desillusionierendes wie auch hoffnungsvolles Ende steht." Jurybegründung der FBW - Prädikat: "Besonders wertvoll"

Demnächst in der Schauburg

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