ab Donnerstag, 27.April

Happy Burnout

Regie: André Erkau
Deutschland 2017

Wie schon in seinen bisherigen Filmen begibt sich Regisseur André Erkau (»Das Leben ist nichts für Feiglinge«) auch mit »Happy Burnout« auf die feine Gratwanderung zwischen Tragik und Komik und erzählt wieder eine Geschichte von existenziellen Krisen, vom Scheitern und den kleinen und großen Tragödien des Alltags. Dies alles wie gewohnt höchst unterhaltsam, nicht gerade politisch korrekt, dafür aber sensibel beobachtet, mit Tiefgang und Herz. Regisseur Erkau inszeniert aus der pfiffigen Idee eine kurzweilige Komödie, die zur Reflektion eines wichtigen Themas anregt.


Der als Burnout beschriebene Erschöpfungszustand ist zusammen mit Depressionen wohl das typischste seelische Leiden in unserer Gesellschaft.
Der Alt-Punk Stefan (Wotan Wilke Möhring), Spitzname „Fussel“, schlawinert sich durch sein Leben in einem Brennpunktkiez, anstatt eine geregelte Arbeit auszuüben, . Das Geld für den Lebensunterhalt kommt vom Jobcenter, wo ihm die naive Frau Linde (Victoria Trauttmansdorff) sämtliche Arbeitsangebote vom Leib hält. Fussels gemütliches Leben endet, als der jahrelange Müßiggang auffliegt und die Arbeitsvermittler ihn sanktionieren wollen. Also besorgt ihm Frau Linde ein Attest, dass Fussel ironischerweise einen Burnout bescheinigt und ihm einen stationären Klinikaufenthalt verschreibt. Dort gewinnt er eine neue Sicht auf sein Lotterleben.

Demnächst in der Schauburg

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