Wohne lieber ungewöhnlich

Regie: Gabriel Julien-Laferrière
Frankreich/Belgien 2016 • FSK: ab 0 Jahren • 95 min

Mit einer reichlichen Portion Humor und viel Gefühl für die Fallstricke moderner Familienkonzepte erzählt der Film von einer grandiosen Wohnidee, die das Leben schöner, Familien zwangloser, Eltern menschlicher sowie das Chaos noch wesentlich abwechslungsreicher macht - und damit nicht nur Patchwork-Eltern im kinderreichen Dresden viel Spaß bereiten wird.

Sophie und Hugo sind frisch verliebt, haben mit Gulliver einen bezaubernden kleinen Sohn und heiraten im siebten Himmel. Von Sophies skeptischen Sohn Bastien, der die nächste Trennung schon deutlich am Horizont sieht, wollen sie sich ihre Glücksgefühle auch nicht vermiesen lassen.

Doch Bastien hat schon zu viele Väter kommen und gehen sehen und weil nicht nur Sophie nach drei Ehen bereits drei Kinder hat, sondern auch die Väter fleißig weiter heiraten, ergibt das nach Patchwork-Arithmetik: 6 Halbschwestern/-brüder, 8 Erziehungsberechtigte und ebenso viele Zuhause. Sophie, Hugo und ihre 6 Elternkollegen haben eine komplexe Freizeitlogistik entwickelt, die ihre Sprösslinge
zudem vom Cello zum Ballett und vom Schach- zum Klavierunterricht delegiert.

Den kleinen Nomaden geht dieses Hin und Her dabei maximal auf die Nerven - und so sehen sich Sophie und Hugo eines Tages mit einer Sorgerechtsrevolution von Bastien und seinen Halbgeschwistern konfrontiert. Die Sprösslinge haben eine Altbauwohnung gekapert, fordern Residenzstabilität und überreichen den 8 Elternteilen einen sorgfältig erdachten Betreuungsplan,
nach dem die Eltern um die Nachwuchs-WG zirkulieren sollen.

Es kommt zu einem Patchwork-Ping-Pong, bei dem Sophie und Hugo plötzlich gezwungen sind, nicht mehr nur für sich, sondern für die ganze Gemeinschaft zu denken. Das bedeutet: Chaos - und noch einiges mehr...

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