Wenn man sich als Besucher der Schauburg einen Film anschauen will, der im Fritz Lang-Saal gezeigt wird, muss man nur wenige Stufen nach unten gehen. Wenn man also die Treppe links der Bar hinunter schreitet und den Saal betritt, kann man es sich auf einem der 208 Plätze bequem machen.

Wer also früh genug kommt und sich noch keine Werbung anschauen muss, der hat noch Zeit, sich zu fragen, warum der Lang Saal so heißt, wie er heißt.

Sich in Erinnerung rufen, dass Fritz Lang am 5. Dezember 1890 in Wien geboren wurde. Dass der studierte Bauingenieur und Maler in den ersten Jahren des Films in Paris die ersten Kontakte knüpfte und nach dem ersten Weltkrieg mit "Halbblut" sein Regiedebüt in Berlin gab.

"Metropolis" war sein bedeutendster Film, weil er damit den Grundstein für den deutschen Science Fiction legte. Ein Film, der bis heute nichts an Originalität verloren hat. "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" und "M - Mörder unter uns" sind ebenfalls bedeutende Filme dieses Regisseurs.

"Die Frau im Mond" war sein letzter Stummfilm. Die Faschisten kamen an die Macht und viele seiner Filme wurden verboten. "Die Nibelungen", 1924 gedreht, gehörte allerdings zu den Lieblingsfilmen von Hitler und Goebbels, worauf Fritz Lang den Posten als Reichs-Filmintendant angeboten bekam. Er lehnte ab und machte sich noch am selben Tag auf den Weg nach Paris.

1935 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er drehte noch 22 Filme in Hollywood, bekam den Bundesfilmpreis und das Bundesverdienstkreuz. 1976 verstarb er in Los Angeles.
 
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